Trauerfall – was nun?

Zu den schwierigsten Aufgaben unseres Lebens gehört es, sich immer wieder von nahestehenden Menschen zu verabschieden. Insbesondere der Tod eines geliebten Menschen ist für die Hinterbliebenen durch Schmerz und Trauer geprägt.

Sofortmaßnahmen

Der Tod eines Menschen lässt sich nicht immer sofort auf den ersten Blick feststellen. Aus diesem Grund ist ein Notruf unter der Telefonnummer 112, besonders nach einem Unfall oder einer plötzlichen lebensbedrohenden Erkrankung, immer der erste Schritt, um gegebenenfalls lebensrettende Maßnahmen einleiten zu können. In anderen Fällen informieren Sie bitte Ihren Hausarzt.

Sollten Sie Ihren Hausarzt nicht telefonisch erreichen können, so steht Ihnen der ärztliche Notfalldienst unter der bundesweiten Rufnummer 116 117 zur Verfügung.

Stellt der Arzt den Tod des Angehörigen fest, stellt er eine Todesbescheinigung (Totenschein) aus. Er muss diese beim Verstorbenen zurücklassen.

Kontaktieren Sie uns nun unter 0228-620 58 15. Sie erreichen immer einen von uns beiden zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Wir unterstützen Sie bei der Entscheidung, ob Sie den Verstorbenen noch einige Zeit bei sich haben möchten, um in aller Ruhe Abschied nehmen zu können oder ob Sie die sofortige Abholung wünschen. In einem Gespräch mit Ihnen klären wir gerne alle weiteren Fragen. Dieses kann bei Ihnen zu Hause stattfinden oder bei uns im Büro.

Was wir für Sie weiterhin tun können:

  • Wir unterstützen eine Aufbahrung des Toten bei Ihnen zu Hause, auch wenn Ihr Angehöriger im Krankenhaus oder im Altenheim verstorben ist.
  • Wir waschen und bekleiden – gerne auch mit Ihnen zusammen – in aller Ruhe den Verstorbenen bei Ihnen zu Hause oder in geeigneten Räumen.

Die Toten verbleiben bis zur Beisetzung bei entsprechender Versorgung und Kühlung. Sie können Ihren Verstorbenen, jederzeit – auch in der Nacht oder am Wochenende – in wohltuender Atmosphäre in einem wohnlich eingerichteten Raum besuchen.

  • Wir erledigen sämtliche Formalitäten, die mit dem Eintritt des Todes erforderlich werden, wie z.B. die Meldung beim Standesamt, die Besorgung von Sterbeurkunden und alle notwendigen Papiere für die Beisetzung, die Abmeldung bei der Krankenkasse, von Versicherungen aller Art, die Klärung und Beantragung der Rente, den Austritt von Vereinen etc.
  • Im Bedarfsfall kümmern wir uns um die Erstversorgung von Haustieren und Pflanzen.
  • Wir übernehmen für Sie die gesamte Organisation der Trauerfeier, das beinhaltet z.B. Terminabsprachen mit dem Friedhofsamt, PfarrerIn, TrauerrednerIn, OrganistIn.

Wir versuchen, alle Ihre Wünsche für eine ganz persönliche Feier umzusetzen, ob es die Blumengestaltung, die musikalische Umrahmung, besondere Abschiedsrituale betrifft und all das, was Sie an Gestaltungsideen entwickeln.

  • Wir gestalten gerne mit Ihnen gemeinsam individuelle Anzeigen für die Zeitung und Trauerkarten, die auch bei uns direkt gedruckt werden können.
  • Wir sind, wenn Sie dies wünschen, auch vor Eintritt des Todes für Sie, die Familie und Freunde als GesprächspartnerIn da, um Ihre Wünsche und Vorstellungen zu besprechen. Darüber hinaus stehen wir Ihnen selbstverständlich auch nach der Beerdigung im Bedarfsfall gerne zur Verfügung.
  • Unsere Psychologin steht Ihnen vor, während und nach der Beisetzung gerne zur Seite. Sei es in einem Einzelgespräch oder in Gruppengesprächen mit anderen Trauernden.
  • Des Weiteren können Sie im Rahmen eines Vorsorgevertrages mit uns alle Einzelheiten Ihrer dereinstigen Bestattung besprechen und festlegen.
  • Zur finanziellen Absicherung können wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten aufzeigen.

Notwendige Dokumente

Folgende Dokumente werden für die Beurkundung beim Standesamt benötigt:

  • der Personalausweis sowie –
  • bei Ledigen: die Geburtsurkunde
  • bei Verheirateten: die Heiratsurkunde (HU)
  • bei Geschiedenen: die HU und das Scheidungsurteil
  • bei Verwitweten: die HU und die Sterbeurkunde

Fehlende Unterlagen besorgen wir Ihnen gerne!

Für die Abmeldung diverser Versicherungen:

  • Rentenversicherungsnummer
  • Versichertenkarte der Krankenkasse
  • Nachweis des Versorgungsamtes
  • Nachweis der Berufsgenossenschaft oder der landwirtschaftlichen Alterskasse
  • Mitgliedsnachweise von Gewerkschaften
  • evtl. Versicherungspolicen von Sterbegeld- und Lebensversicherungen

Was auch noch wichtig wäre:

  • Haustiere und Pflanzen versorgen
  • den Arbeitgeber informieren
  • Dienstleistungen (Strom, Wasser, Telefon, Zeitungen) kündigen
  • Bankaufträge stornieren (Ein Anruf genügt vorerst.)
  • gegebenenfalls Wohnung kündigen
  • Verbleib der Wohnungsschlüssel klären
  • Post umbestellen
  • KFZ sicher abstellen
  • Erbschein beantragen und Testament eröffnen lassen